Buchbesprechung:

„Glücksfälle – erstaunliche Heilungsgeschichten mit Homöopathie“

von Christa Gebhardt und Jürgen Hansel

 
von Deborah Collins
 
Die Zusammenarbeit zwischen Christa Gebhardt, Journalistin, und ihrem Mann, dem  homöopathischen Arzt Jürgen Hansel, hat ein ungewöhnliches Buch entstehen lassen. „Glücksfälle - erstaunliche Heilungsgeschichten mit Homöopathie“ ist eine Sammlung von 13 Fallgeschichten von verschiedenen Homöopathen, die die Lebensgeschichten, Krankheiten, die homöopathische Behandlung und die darauf folgende Besserung auch bei schweren Krankheiten dokumentieren. Die Autoren sind quer durch Europa und nach Indien gereist, um persönlich mit den Betroffenen zu sprechen. Es ist ihnen gelungen, nicht nur die Lebensgeschichten, sondern auch das Umfeld, die besonderen Lebensumstände und die Atmosphäre, in der diese Menschen leben, so eindrucksvoll herüber zu bringen, dass man die Zusammenhänge mit der Krankheit deutlich erkennen kann.

Die Krankheiten selbst - oft schwere Erkrankungen, wie z. B. Meningiom, Auto-Immun-Erkrankungen oder schwere Depressionen - scheinen fast zweitrangig - eine natürliche, zwangsläufige Manifestation der seelischen Not auf der körperlichen Ebene. Dies ist keine trockene Zusammenfassung von Fakten, Tabellen mit Rubriken und Arzneimitteln, sondern eine Begegnung mit realen Menschen, deren Individualität von ausschlaggebender Bedeutung ist. Die Mittelwahl ist klar und überzeugend dargelegt, ebenso die frappierenden Ergebnisse, sogar bei Fällen, die man normalerweise als unheilbar betrachten würde. Wie man es bei einem ganzheitlichen Ansatz erwartet, spielt nicht nur die physische Besserung, sondern auch das wachsende Gefühl von innerer Freiheit bei den Patienten eine Rolle.

Die Autoren stellen aber auch klar, dass nicht bei allen Homöopathie-Patienten solch spektakuläre Ergebnisse wie die in diesem Buch wieder gegebenen erzielt werden. Die Autoren präsentieren eine realistische Sicht der homöopathischen Praxis mit allen ihren Höhen und Tiefen und der nicht selten langwierigen Suche nach dem Simillimum. Die von Skeptikern häufig als Grund der Genesung angeführte „Spontanheilung“ nach einer homöopathischen Behandlung wird endgültig ad acta gelegt.

Die Autoren präsentieren eine Vielzahl von Ansätzen mit Fällen bekannter und hoch geachteter Homöopathen wie Jan Scholten, Rajan Sankaran, Ulrich Welte und Jayesh Shah. Auch die Mittelwahl variiert zwischen bekannten Mitteln wie Carbo animalis und Plumbum metallicum zu den weniger bekannten wie Neodymium oxydatum und Chonchiolinum oder sogar noch völlig unbekannten Mitteln wie Scorzonera. Durch diese Vielfalt hat das Buch sowohl dem Homöopathie-Einsteiger als auch dem erfahrenen Praktiker etwas zu bieten. Allein die Art der Fallaufnahme ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie die Kunst und das Wissen der Homöopathie zum Wohl von Patient und Therapeut tiefgreifend erübt werden können.

Das Buch ist mit einem Periodensystem der Elemente und einem Glossar für diejenigen, die nicht mit homöopathischen Begriffen vertraut sind, ausgestattet. Die einfache und klare Erzählweise löst ein solches Gefühl von Nähe aus, dass man das Gefühl hat, bei der Fallaufnahme dabei zu sein, ein stiller, aber aufmerksamer Beobachter. „Glücksfälle - erstaunliche Heilungsgeschichten mit Homöopathie“ ist ein Buch, das der Praktiker, nachdem er es selbst gelesen hat, gern in seinem Wartezimmer auslegt oder an Familienmitglieder, Freunde und alle, die Interesse an der Entdeckung der tiefgreifenden Heilmöglichkeiten der Homöopathie haben, weitergibt. „Glücksfälle - erstaunliche Heilungsgeschichten mit Homöopathie“ ist ein wundervolles Werk der Liebe.

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“Glücksfälle - erstaunliche Heilungsgeschichten mit Homöopathie“
von Christa Gebhardt und Jürgen Hansel
376 Seiten, Best.-Nr. 09463, € 14,80
 
Kategorien: Rezensionen
Stichwort: Buchbesprechungen, Glücksfälle - erstaunliche Heilungsgeschichten mit Homöopathie
 

 



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